Moderne Technik zum Schutz gegen Verletzungen

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Airbag-Technik beim Motorradfahren

Airbag-Technik beim Motorradfahren

23.12.2011

Das Motorradfahren ist ohne Knautschzone, Gurt oder Airbags gefährlicher als das normale Autofahren – keine Frage. Nicht ohne Grund werden die Unfallstatistiken im Verhältnis von Motorradunfällen angeführt. Dieser Umstand ist der freien Art und Weise der Fortbewegung auf einem Motorrad geschuldet. Hier gilt das Motto: Mehr Spaß und mehr Risiko. Der erhöhte Gefahr beim Motorradfahren wird dabei meist bewusst in Kauf genommen, da das Fahren mit dem Zweirad vor allem an sonnigen Tagen besonders vie


Moderne Technik zum Schutz gegen Verletzungen
Die Technik zum Schutz der Fahrer wurde dabei in den letzten Jahren immer weiter fortentwickelt. Diese reicht inzwischen von aktiven Fahrassistenten, welche das Motorrad in Extremsituationen besser unter Kontrolle halten sollen, bis hin zu hochentwickelter Schutzkleidung, die den Fahrer möglichst effektiv vor schweren Verletzungen Schützen soll.
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Einige Unternehmen gehen nun in der Entwicklung von schützender Kleidung noch einen Schritt weiter. Erst kürzlich wurde eine neue Generation von so genannter Airbag-Kleidung vorgestellt. Diese soll den Fahrer bei einem Aufprall aktiv vor schwerwiegenden Verletzungen schützen.
Vom Auto zum Motorrad
Airbags sind den meisten Menschen aus den Autos bekannt. Dort werden inzwischen immer mehr solcher Schutzsäcke installiert – im hinteren und vorderen Bereich, an den Seiten des Autos und teilweise auch im Dach. Doch Airbags im Motorrad? Das ist weitgehend unbekannt.

Schon seit Jahren experimentieren verschiedenste Motorradhersteller mit der Entwicklung von in das Zweirad integrierten Airbags. Vor ein paar Jahren brachte Honda dann eine Version seines Luxusbikes Gold Wing mit einem integrierten Airbag auf den Markt, zu einem Aufpreis von aktuell etwa 3000 Euro. Crashtests des ADAC belegten damals die teilweise lebensrettenden Vorteile eines solchen Schutzsystems. Einer der Hauptnachteile war aber die bei einem Crash ungeschützte Beinpartie, welche zu sonst gegebenenfalls nicht aufgetretenen Frakturen führen konnte. Andere Hersteller verwarfen schon im Ansatz die Serientauglichkeit motorradintegrierter Airbags.

Airbag in der Kleidung

Ein anderer Ansatz wird mit der Integration eines Airbags in den Helm oder die Schutzkleidung verfolgt. Auch in diesem Bereich wird seit geraumer Zeit herumexperimentiert und nur wenige Modelle konnten Crashtester überzeugen. Eine Neuentwicklung soll nun mehr Schutz als bisherige Modelle garantieren.

Der Vorteil liegt hierbei unter anderem in der im Vergleich zu vorigen Modellen kabellosen Integration des gesamten Systems in die Schutzbekleidung, was eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit garantiert. Sowohl die Sprengkapsel, als auch der Airbag sind in die Jacke integriert. Ein ebenfalls in die Jacke integrierter Sensor tauscht permanent Daten mit einem Pendant, welches am Motorrad installiert ist, aus. Sollten nun bei einem Unfall die Beschleunigungswerte der Sensoren gravierend voneinander abweichen, so kann die Sprengkapsel den Airbag innerhalb von 45 Millisekunden zünden und so den Fahrer beispielweise vor dem Einschlagen in ein kollidierendes Auto schützen.

Dieses System soll in dieser Ausführung um einiges effektiver arbeiten als die vom ADAC im vergangenen Jahr getesteten Varianten, die sich entweder zu langsam zündeten oder zu unhandlich waren. Aber schon damals äußerte sich der Automobilclub dahingehend, dass die Entwicklung solcher Schutzsysteme für Motorradfahrer ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ob das neue System wie erwartet nun ein großer Fortschritt in Sachen Motorradsicherheitstechnik ist und in kommenden Tests überzeugen kann, wird ein Crashtest erst noch zeigen müssen.

Quelle  www.check24.de/motorradversicherung/

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